
Regards et témoignages d’enfants placés
Fremdplatzierungen damals und heute
«Endlich redet man darüber. Und ich bin dankbar dafür.»
«Endlich habe ich eine Stimme.»
«Mein Vater war auch Verdingbub, er hat nie viel aus seiner Jugend erzählt.»
«Ich kann meine Mutter, die auch eines dieser Verdingkinder war, erneut um ein Stück besser verstehen.»
«Die Ausstellung berührt und bewegt mich tief und wirft viele Fragen auf, die ich meinem Vater leider nicht mehr stellen kann.»
«Ich kannte das Verdingkindersein von meinem Vater – die Ausstellung ist auch für mich Verarbeitung.»
Diese Zitate stehen für viele ähnliche in den Gästebüchern der Ausstellung. Sie zeigen, dass das Thema Verdingkinder nicht nur ein historisches Thema ist, sondern nach wie vor viele Leute persönlich beschäftigt: Direkt Betroffene, aber auch die zweite Generation, die Kinder der Verdingkinder, die unter dem Trauma ihrer Eltern leiden. Niemand weiss, wieviele Verdingkinder es gegeben hat. Aber im 19. und im 20. Jahrhundert waren es in der Schweiz Hunderttausende. Dazu kommen ihre Nachkommen. Beiden Generationen gemeinsam war bisher das Schweigen über das erlebte Elend. Die Verdingkinder und ihre Ausnutzung sind ein grosses Tabu in der Schweizer Geschichte und auch in vielen betroffenen Familien. Die Ausstellung VERDINGKINDER REDEN hilft, es zu brechen.
Seit Frühling 2009 reist die Ausstellung mit grossem Erfolg durch die Schweiz und macht Halt in historischen Museen. Neben vielen direkt Betroffenen zeigen die breite Bevölkerung, zahlreiche Schulklassen sowie Fachleute aus Pädagogik und Sozialarbeit grosses Interesse an der Ausstellung und am Rahmenprogramm. Bisher haben über 60’000 Personen, darunter 300 Schulklassen, die Ausstellung besucht. Vom 17. September 2010 bis zum 9. Januar 2011 ist sie an ihrem fünften Standort im Rätischen Museum in Chur zu sehen. Weitere Stationen