Der wissenschaftliche Hintergrund


Die Geschichte der ausserfamiliären Erziehung in der Schweiz wurde bis heute nicht wissenschaftlich erforscht. Es existieren lediglich Arbeiten zu einzelnen Institutionen oder Regionen. Auf viele Fragen gibt es deshalb heute keine Antwort. Eine wissenschaftliche Untersuchung müsste neben den Lebensbedingungen der Kinder, ihrer Familien und Pflegefamilien auch die Motive, Arbeitsweisen und Handlungsspielräume der Behörden und Erziehungsinstitutionen berücksichtigen. Das kann diese Ausstellung nicht leisten. Ihre Aussagen beruhen einzig auf dem Bestand der Interviews mit ehemaligen Heim- und Verdingkindern, die im Rahmen der Forschungsprojekte der Ecole d'Etudes Sociales et Pédagogiques in Lausanne und der Universität Basel zwischen 2003 und 2007 entstanden.

In den kommenden Jahren unterstützt der Schweizerische Nationalfonds eine an das Basler Forschungsprojekt anschliessende Untersuchung. Dies ist ein Beitrag zur Schliessung der Forschungslücke.

www.verdingkinder.ch

Publikationen



Die Forschungsgruppen haben je ein Buch publiziert:

  • «Versorgt und Vergessen», herausgegeben von Marco Leuenberger und Loretta Seglias, Zürich 2008. ISBN 3-85869-382-0, 320 S., CHF 38.00
    www.rotpunktverlag.ch
  • «Enfance sacrifiée. Témoignages d’enfants placés entre 1930 et 1970», herausgegeben von Geneviève Heller, Pierre Avvanzino, Cécile Lacharme, Lausanne 2005. Das Buch als PDF

Ausstellung



17.09.10–09.01.11


Rätisches Museum


Chur


Öffnungszeiten

Knaben in der Erziehungsanstalt Sonnenberg bei der Arbeit, Kriens, 1944.
Foto: Paul Senn, FFV, Kunstmuseum Bern, Dep. GKS.
© GKS.